Rezension: Ein Mann fürs Haus von Nina Stibbe

Bildquelle Manhattan Verlag



















Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Manhattan
Preis: Broschiert 14,99 und E-Book 11,99 €

Kurzbeschreibung:
Lizzie Vogel ist neun Jahre alt und macht sich Gedanken. Vor allem über ihre frisch geschiedene Mutter, die es mit 31 Jahren, drei kleinen Kindern und einem Labrador soeben von London in die englische Provinz verschlagen hat. Im ländlichen Leicestershire der Siebzigerjahre gibt es nichts Schlimmeres, als ohne Mann im Haus dazustehen. Die Frauen im Ort befürchten, Lizzies Mutter könnte hinter ihren Ehemännern her sein, und die vaterlosen Kinder werden wahlweise bemitleidet oder misstrauisch beäugt. Also machen sich Lizzie und ihre Schwester auf die Suche nach einem neuen Gatten für ihre Mutter ...


Meine Meinung:
Zuerst muss ich sagen, dass ich mir dieses Buch ganz anders vorgestellt habe. Ich dachte an ein lustiges Buch, das erfrischend ist aber nicht an solch eine dramatische Geschichte.

Lizzie ist 9 Jahre alt aber davon merkt man nicht viel. Von ihren Erzählungen wirkt sie deutlich älter und sie macht sich Gedanken um verschiedene Dinge, die einfach nicht altersgerecht sind. Ich meine welches neunjähriges hat den Beischlaf ihrer Mutter im Kopf? Leider hab ich auch nicht einmal in dem Buch gelesen, dass die Kinder Kinder sein dürfen.

Es ist eine tragische Geschichte keine Frage. Dazu hat mich die Mutter sehr wütend gemacht. Sie sollte doch schon so erwachsen sein und wissen was ihre Aufgabe ist. Doch sie verlässt sich voll und ganz auf ihre drei Kinder, die wirklich ein hartes Leben haben.

Ich fand diesen Roman sehr unrealistisch und mit dem echtem Leben hat das nicht viel zu tun. Die Protagonisten blieben sehr blass und oberflächlich. Mir war niemand richtig sympathisch, weil ich mich mit keiner Person so richtig wohlgefühlt habe. Was mich auch gestört hat, dass immer wieder neues hinzu kommt wovon gar nichts wusste. Der Leser wird sofort ins kalte Wasser geworfen und muss sich selber zurecht finden.

Der Schreibstil hat mich leider nicht gepackt, denn es war immer wieder etwas verwirrend.. Zum  Teil wurde es sehr zäh und dann wiederum überschlagen sich die Ereignisse. Das Ende kam mir einfach zu schnell und zu durchgeplant.

Die Umgebungsbeschreibungen waren sehr detailreich und man konnte sich den jeweiligen Ort gut vorstellen

Das letzte drittel fand ich persönlich am Besten, denn es kommt frischer Wind in das Leben der vier. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht überzeugen und ich kann es auch nur bedingt weiter empfehlen.

2 von 5 Punkten!

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