Rezension: Die Liebe, das Glück und ein Todesfall von Kerry Fisher

Bildquelle Goldmann Verlag















Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann
Sprache: Deutsch
Preis: TB 9,99 und E-Book 8,99 €

Kurzbeschreibung:
Maia stellt keine hohen Ansprüche ans Leben, aber etwas mehr als eine Sozialwohnung und ein Couchpotato-Mann wäre schön. Mit diversen Putzstellen versucht sie, ihre kleine Familie über Wasser zu halten – umso tiefer sitzt der Schock, als sie erfährt, dass ihre Lieblingskundin, eine nette Professorin, verstorben ist. Doch dann die Überraschung: Maia wurde im Testament bedacht, vielmehr: Maias Kinder. Aus dem Nachlass soll das Geld für eine teure Privatschule bestritten werden. Und plötzlich finden sich Maia und ihre Kinder in einer Welt wieder, in der ein Leben ohne Bio-Obst und Geigenunterricht undenkbar ist – und in der ein hinreißender Lehrer Maias Herz höher schlagen lässt ...

Meine Meinung:
Ich habe selten so eine bescheidene Protagonistin wie Maia erlebt. Sie war mir vom ersten Satz an sehr sympathisch und ich wusste ganz genau, dass ich das Buch so schnell nicht mehr zur Seite legen kann. Maia ist eine unglaublich starke Persönlichkeit, die viel durchleiden muss aber trotzdem immer weiterkämpft. Sie hat es wirklich nicht leicht im Leben und dadurch weiß sie die Dinge einfach noch zu schätzen und ist nicht so überheblich wie manch andere Frau, der alles vor die Füße gelegt wird. Maia hat einen unbändigen Stolz und den legt sie in jeder Sekunde an den Tag. Selbst wenn sie nicht mehr weiter weiß, sie beißt sich durch.

Ich hätte nicht gewusst wie ich es nur eine Minute an der Seite von Colin ausgehalten hätte. Eigentlich sollte er stolz auf seine Frau Maia sein, doch er tut alles dafür, dass nur er in einem guten Licht da steht. Ich mochte ich von Anfang an nicht und ich glaube alle die das Buch lesen können mir da zustimmen.

Die vielen weiteren Protagonisten wie z.B. die Kinder von Maia wurden sehr authentisch ausgearbeitet. So ein bisschen hat mich das Buch an die Mütter-Mafia von Kerstin Gier erinnert. Da waren auch Mütter dabei, die sich für was besseres hielten, auch wenn sie sich nichts selber erarbeitet haben. Doch auch der Zusammenhalt verschiedener Personen hat mich sehr beeindruckt und es ist schön zu lesen, dass es doch noch Menschen gibt, die helfen wollen.

Der Schreibstil hat mich sehr überzeugen können. Er ist flüssig zu lesen und zwischendurch sehr humorvoll. Trotzdem geht der Ernst dieser Geschichte nicht verloren. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin wirklich großen Spaß hatte, dieses Buch zu schreiben und vielleicht konnte sie auch eigene Erfahrungen einbringen. Ich fand es schon sehr traurig, wie Menschen behandelt werden, die nicht soviel Geld haben. Oft wird gar nicht nach dem Grund gefragt, warum es denn überhaupt so ist.

Die Umgebungsbeschreibungen sind sehr gelungen und ich konnte mir die Unterschiedene der Sozialschichten deutlich vorstellen, so als wäre ich mittendrin.

Ich hoffe das die Autorin noch sehr viele Bücher schreibt, denn sie hat sehr viel Potenzial und zieht den Leser in den Bann.

5 von 5 Punkten!

Kommentare:

  1. Schöne Rezension. Ich habe schon sehr gespannt gewartet, wie es dir gefallen hat. Ich habe es ja noch nicht gelesen.

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    1. Vielen Dank! Ich hoffe das es dir dann auch so gut gefällt.

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  2. Hallo Sonja,
    das klingt nach einer tollen Geschichte. steckt auch so viel Humor drin, wie in "Die Mütter-Mafia?
    Eine sehr schöne Rezension.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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    1. Also es ist schon sehr viel ernster als Mütter-Mafia. Aber gerade die Mütter wo meinen sie wissen alles, waren schon sehr ähnlich.

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  3. Liebe Sonja

    Das ist wirklich eine schöne Rezension und fasst gut zusammen, was mir auch bis jetzt am besten gefällt: Maia, ihre Freundinnen und ihr Stolz.

    Vielen Dank für den Hinweis auf das zweite Buch, ich werde es mir sofort vormerken.

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

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  4. Ah, das Buch hatte ich mal kurz auf meiner Merkliste, aber irgendwie ist es davon geschlichen. Gleich wieder draufsetzen :-)

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