Rezension: Holunderliebe von Katrin Tempel


Bildquelle Piper Verlag

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
Preis: 9,99 €
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Geschichtsstudentin Lena stößt während der Recherchen zu ihrer Doktorarbeit im Klostergarten von Reichenau am Bodensee auf eine Pflanze, die in der Gartenchronik nie erwähnt wurde. Doch keiner will ihr im Kloster Auskunft geben. Ihre Suche führt Lena zurück in eine Zeit, in der allein die Kräuterkunde Rettung bei schweren Krankheiten bot. Und zu einem vergessenen Heilkraut, das ein junger Adeliger einst aus dem Emirat von Cordoba mitgebracht und heimlich im Garten gepflanzt hatte. Der Kraft dieser Pflanze verdankte seine große Liebe das Leben. Ganz allmählich kommt Lena dem uralten Geheimnis des Klosters auf die Spur – und entdeckt dabei auch ihre eigenen Wurzeln...

Diese Geschichte ist eine Zeitreise in die Vergangenheit. Lena will ein Geheimnis herausfinden und wird dadurch in die Vergangenheit katapultiert. Ob sie es schafft das Geheimnis zu lüften? Denn die Geschichte hält einige Überraschungen bereit.

Ich bin ein Fan von Katrin Tempel und auch dieses Buch hat mir gut gefallen. Am Anfang hab ich mir etwas schwer getan in die Geschichte reinzukommen. Das gilt aber nur für den Abschnitt in die Vergangenheit, doch als ich dann drin war haben mir die Erzählungen der Vergangenheit besser gefallen, als die der Gegenwart. Man denkt gar nicht drüber nach wie einfach das Leben jetzt ist, gerade im Bezug darauf ein Kind zu entbinden. Manchmal wissen wir gar nicht zu schätzen wie gut die Medizin sich entwickelt hat.

Lena ist eine nette junge Frau, die sehr ehrgeizig ist und sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden gibt. Sie möchte jedem Detail auf den Grund gehen. Ob es gut für sie ist oder nach hinten los geht, ist ihr egal.

Als ich angefangen habe zu lesen, dachte ich es ist ein oberflächlicher Roman. Die Autorin ist aber doch in die Tiefe gegangen und hat die einzelnen Abschnitte wunderbar ausgearbeitet. In der Vergangenheit wurde eine ganz tolle Stimmung verbreitet, keine Hektik und wenig Streß. Zudem hat man sich noch nicht soviel Sorgen gemacht wie heute. Hektik kam in den Abschnitten auf, die in der Gegenwart spielen. Da war es leider mit der Ruhe vorbei. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt.

Die Umgebungsbeschreibungen sind einfach traumhaft. Ich war in jedem Abschnitt mittendrin und konnte mir alles ganz genau vorstellen. Natürlich passt das Cover super zur Vergangenheit und Gegenwart. Ich persönlich finde es wunderschön.

Die anderen Protagonisten wurden sehr gut beschrieben und es wurde nicht an Details gespart. Die Autorin hat wirklich gute Arbeit geleistet. Der Schreibstil ist sehr flüssig und passt zu der Stimmung in diesem Buch.



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