Interview mit Katrin Lachmann

Hallöchen meine Lieben!
Heute dürft ihr die liebe Katrin Lachmann kennen lernen. Ich durfte sie interviewen und bin wirklich begeistert von ihr. Hier findet ihr ihre Facebook-Seite: Katrin Lachmann

Ihr sollte auch in den nächsten Tagen reinschauen. Denn es gibt natürlich auch wieder eine Überraschung für euch.

Copyright Katrin Lachmann
1. Stellst du dich bitte kurz vor?
Gern. Mein Name ist Katrin Lachmann. Im März 1968 wurde ich in Görlitz geboren. Heute lebe und arbeite ich in Weißwasser. Ich bin verheiratet, habe zwei Söhne und zu unserem Haushalt gehört eine Pelzträgerin, die mit Samtpfoten durchs Haus schlecht und uns so manches Mal mit einer toten Maus beglückt.

2. Wenn du ein Buch schreibst, inwieweit bist du in der Geschichte selber gefangen?
Ich bin immer zu 100% in der Geschichte drin. Es gibt einen sogenannten „Aufhänger“, warum ich eine Geschichte schreibe und dieser Aufhänger ist auch dafür verantwortlich, dass ich in der Geschichte gefangen bin. Ohne dieses gefangensein könnte ich nicht schreiben.

3. Wo schreibst du am liebsten?
Am liebsten schreibe ich an meinem PC mit einer wunderbaren Tasse Tee und leiser Instrumentalmusik. Es gibt aber auch Zeiten, das verkrümel ich mich mit Bleistift und A5-Notizbuch in den Garten oder die Natur und schreibe dort.

4. Dein neues Buch heißt "Jack der Ripper und der Erbe in Görlitz". Woher hast du die Idee dazu genommen?
Das ist eine längere Geschichte. Als Teenager las ich ein Buch, welches die größten Londoner Kriminalfälle beschrieb. Dort wurde unter anderem von Jack the Ripper berichtet. Ich konnte nicht verstehen, wie Mitten in London auf offener Straße Frauen ermordet wurden und keiner wollte etwas gesehen oder bemerkt haben. Dieser Mörder ist nie gefunden worden. Das prägte sich mir ein. 2005 bin ich mit meinem Sohn im Rahmen einer schulischen Sprachreise nach London gefahren. Die Fahrt dauerte 24 Stunden mit dem Bus und, ich freute mich auf eine Zeit ungestörten Lesens. Nach ca. 5 Kilometer war die Freude verschwunden und es war nur noch Übelkeit da. Spätesten da wusste ich, dass das Busfahren UND lesen für mich nicht mehr in Frage kommt, also ging meine Fantasie auf Reisen. Ich fragte mich, was wäre wenn …z.B. aus irgendeiner Versenkung plötzlich Informationen zu Jack the Ripper auftauchten, …. wenn Unterlagen gefunden würden oder wenn jemand im Erbe solche Unterlagen entdeckt und plötzlich formte sich ein Prolog, der mich nicht mehr losließ. Aber erst fünf Jahre später habe ich das Projekt begonnen.

5. Wie lange hast du zum schreiben gebraucht?
Die reine Schreibzeit war ca. 8 Monate, Recherche ca. 6 Monate und Überarbeitung, reifen lassen usw. noch mal ca. 4 Monate.

6. Was würdest du anderen Autoren raten, die gerade erst anfangen zu schreiben?
Mit den Ratschlägen ist es so eine Sache. Es hört sich immer nach ich-habe-die-Weisheit-mit-Lö … usw. an. Aber ich habe ein paar Anregungen, die ich gern Autoren geben möchte, die gerade erst angefangen haben zu schreiben. Das Schreiben ist ein Handwerk und wie jedes Handwerk, sollte der Handwerker das Handwerk erlernen. Grundvoraussetzung ist, dass man Spaß am Schreiben hat, voller Ideen ist und schreibt, schreibt, schreibt, schreibt… Das Schreiben ist ein einsames Geschäft. Ich habe mir Gleichgesinnte gesucht. Testleser waren für mich unheimlich wichtig. Aber man sollte darauf gefasst sein, dass ein Testleser nicht immer das sagt, was man gern hören möchte. Kritik kann sehr schmerzhaft sein, konstruktive Kritik enorm hilfreich. Warnen möchte ich vor DKZV (Druckkostenzuschussverlage). Ein seriöser Verlag erhebt keine Kosten, auch nicht versteckt. Der Geldfluss geht immer zum Autor hin und nicht vom Autor weg.

7. Liest du selber gerne? Wenn ja welches Genre?
Ja, ich lese sehr gern und ich lese Querbeet. Mich müssen das Cover, der Titel und der Klapptext ansprechen.

8. Was machst du um dein Buch bekannt zu machen?
Ich spreche über das Schreiben und ich erzähle von meinem Buch. In sozialen Netzwerken berichte ich über Lesungen, über das Schreiben und ich bringe mich in den verschiedenen FB-Gruppen ein. Na ja und dann gebe ich Interviews oder ich nehme Kontakt mit Bloggern auf. Mein Verlag (edition oberkassel aus Düsseldorf) informiert die regionale Presse und er gibt Infomaterial zu aktuellen Neuerscheinungen heraus. In der Fülle von Neuerscheinungen ist es schwierig sichtbar zu sein.

9. Welche Ziele hast du?
Ein Ziel in Bezug auf das Schreiben ist, dass ich bestrebt bin, dass meine Leser sich durch meine Texte unterhalten fühlen. Dass ich sie aus ihrem Alltag hinein in eine Geschichte führen kann. Ich wünschte mir mehr Zeit, damit ich alle Ideen, die in mir schlummern, umsetzen kann. Ein weiteres Ziel ist, mich in anderen Genres auszuprobieren, was, das muss ich zugeben, einen gewissen Reiz auf mich ausübt. Ein anderes Ziel wäre das Projekt, an dem ich schon ein paar Jahre arbeite, zu Ende zu bringen. Ja und wenn ich genau nachdenke, gibt es noch viele kleine Ziele, die ich erreichen möchte. Sie alle zu nenne, würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Fazit: Ich bin voller Ideen und Ziele.

10. Beschreibe dich in drei Worten.
Ich bin ich.


Vielen Dank für das tolle Interview!

Schaut morgen rein, da gibt es die Buchvorstellung!

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