Rezension: Die Geschenke meiner Mutter von Cecilie Enger

Bildquelle Penguin Verlag





Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Penguin
Sprache: Deutsch
Preis: TB 10,00 und E-Book 8,99 €
Kaufen? ---> Hier klicken!


Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: Ihre an Alzheimer erkrankte Mutter muss in ein Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet sie in einer Schublade Zettel, auf denen die Mutter über vier Jahrzehnte hinweg gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. Mit den Gaben werden Erinnerungen an geliebte Menschen wach, an Familiendramen, Schicksalsschläge, aber auch große Momente des Glücks.

Ein Buch voller Erinnerungen und liebevoll ausgearbeiteten Protagonisten.

Cecilie erzählt von ihrem Leben und wie sie damit umgeht, dass ihre Mutter an Alzheimer erkrankt ist. Ich finde sie geht hervorragend damit um, auch wenn sie sich erst dran gewöhnen musste. Die Bedürfnisse ihrer Mutter sind ihr nicht egal und mir hat wirklich gut gefallen, wie liebevoll sie von ihr erzählt. Sie ist eher eine ruhige Frau, die ihre Lage so hin nimmt, weil sie eh nichts dran ändern kann.

An sich ist die Geschichte emotional und tiefgründig. Ich mag es wenn von der Vergangenheit erzählt wird, denn gerade alte Menschen faszinieren mich. Ich fand es schön wie bedacht die Geschenke ausgewählt worden sind. Am besten hat mir gefallen, wenn von der Mutter selber erzählt wurde. Wie es ihr gerade geht oder was sie für Gedanken hat. Sie ist eine herzensgute Frau und ich habe großen Respekt vor ihr.

Der Schreibstil war mir persönlich zu platt und langatmig. Manchmal musste ich das Buch zur Seite legen, weil ich keine große Lust hatte weiter zu lesen. Die Geschichte plätschert sehr vor sich hin und mich hat es einfach nicht gepackt. Es war detaillreich ausgearbeitet und die Autorin hat sich wirklich Mühe gegeben. Zum Teil haben mich auch die vielen Nebenprotagonisten verwirrt, von denen erzählt wurde, was sie z. B. zu Weihnachten bekommen haben.  Es wurde oft nicht erklärt wer derjenige ist und so macht es dann keinen großen Spaß davon zu lesen.

Die Umgebungsbeschreibungen waren im Vergleich zu dem Roman selber authentisch und gut ausgearbeitet. Ich konnte mir alles vorstellen und war selber in Gedanken an den verschiedenen Orten.

 Fazit:
Ein nettes Buch über das Thema Alzheimer, das mich leider nicht fesseln konnte und ich es auch nur unter Vorbehalt weiter empfehlen kann.




Weitere Meinungen:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen