Rezension: Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch von Julia Williams


Bildquelle Harper Collins Verlag



Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Harper Collins
Sprache: Deutsch
Preis: TB und E-Book 9,99 €
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Seine Mum hat Joe beigebracht, dass er nur zum Polarstern hinaufsehen und ihm seinen Weihnachtswunsch entgegenschicken muss. Dann wird er wahr. Doch jetzt ist sie tot, und Joe vermisst sie unendlich. Aber manchmal spürt er sie an seiner Seite, hört ihm zu, wenn er mit ihr spricht, da ist er sich ganz sicher – obwohl ihm niemand glaubt. Und dieses Weihnachtsfest möchte er nichts mehr, als dass sie noch einmal eine richtige Familie sind. Ob ihm der Polarstern auch diesen Wunsch erfüllen kann?

Es ist eine sehr ergreifende Geschichte, die wirklich Nahe geht.

In dem Buch erzählen 4 Personen von der jeweiligen Situation. Lizzy, Joe, Adam und Emily spielen die Hauptrolle.  Lizzy kann ich auf einer Seite verstehen, doch zwischendurch ging sie mir wirklich auf die Nerven, weil sie nur an sich denkt. Meiner Meinung nach hat sie einen sehr oberflächlichen Charakter und niemand kommt so wirklich mit ihr zurecht.

Joe ist ein toller Junge, der doch sehr hin und hergerissen ist und ich konnte seine Gefühlslage gut nachvollziehen. Es würde mich genauso verwirren, was in seiner Familie gerade abläuft.

Adam und Emily mochte ich am liebsten. Obwohl die ganze Situation sehr schwierig ist bringen sie viel Wärme und Ruhe in die Geschichte mit ein. Sie haben mir beide richtig leid getan, denn egal was sie gemacht haben, es war alles falsch. Adam ist ein Ruhepol und selbst als Mann hat er viel Geduld. Emily leidet am meisten unter der ganzen Situation und trotzdem ist sie wie ein Fels in der Brandung.

Die übrigen Protagonisten blieben eher blass und man hat nicht viel von ihnen erfahren. Trotzdem waren sie zum Teil eine große Unterstützung für alle vier. 

Es ist klar das die Idee zum Buch unrealistisch ist, doch es war mal was neues und wir lesen doch alle Bücher um in eine andere Welt abtauchen zu können oder? Alles in allem hat es mir ganz gut gefallen, doch es gab auch einige Dinge die ich nicht so gut fand. Gerade Lizzys Aktionen fand ich teilweise schon Makaber und hat in einer Weihnachtsgeschichte nichts zu suchen. Ich habe wirklich gehofft das sie noch die Kurve kriegt. Es spielt sich zwar alles in der Weihnachtszeit aber durch das schwierige Thema, dass nicht perfekt ausgearbeitet wurde, kommt man nicht wirklich in Weihnachtsstimmung.
Der Schreibstil war recht angenehm und leicht zu lesen. Durch die schnell wechselnden Szenen kam auch keine langeweile auf und die Seiten flogen nur so dahin. Das Ende kam mir persönlich etwas zu perfekt und zu schnell vor. Ich finde das hätte die Autorin etwas besser ausbauen sollen. 
Trotzdem kommt man doch ins grübeln und stellt sich vor, wie es wohl wäre wenn es sich wirklich so abspielt? Wie würden wir reagieren?

Fazit:
Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte die zwar Nahe geht aber ihre Schwächen hat. Trotz der toll ausgearbeiteten Protagonisten wirkt die Geschichte sehr unruhig.




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