Hörbuch-Rezension: Der Flügelschlag des Glücks von Lisa Jewell


Bildquelle Argon Verlag



Hörbuch: 7h 25
Verlag: Argon
Sprache: Deutsch
Preis: 19,95 € 
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In einem gemütlichen Cottage in England verbringen die vier Bird-Geschwister eine idyllische Kindheit voller Wärme und Harmonie. Bis zu jenem schrecklichen Osterwochenende, nach dem nichts mehr ist wie zuvor. Die Jahre vergehen, und bald schon scheint es, als wären sie nie eine Familie gewesen ...

Doch dann erreicht die in alle Himmelsrichtungen zerstreuten Birds eine Nachricht, die sie zurückkehren lässt in das Haus, in dem sie aufgewachsen sind. Endlich sollen sie die Wahrheit erfahren über das, was an jenem Osterfest vor vielen Jahren wirklich geschah.


Die Geschichte beginnt eigentlich recht ruhig und entspannt. Man würde gar nicht denken, dass es so in die Tiefe geht. 

Die Birds sind nach außen hin eigentlich eine ziemlich normale Familie. Und wie Teenager untereinander so sind gibt es auch Streit. Jeder hat einen ganz anderen Charakter und sie sind sehr unterschiedlich. Ich musste mich erst dran gewöhnen, dass es so viele Protagonisten gibt und manchmal war es schon sehr verwirrend, weil einmal von der Vergangenheit und dann wieder von der Gegenwart erzählt wurde. Trotzdem war mir die Familie auf Anhieb sympathisch, weil sie nicht darüber nachdenken, was andere von ihnen denken. Man muss die Personen erst kennen lernen, um zu wissen was in ihnen vorgeht und das hat die Sprecherin wirklich gut rübergebracht. Ich bin zum Nachdenken gekommen, weil es immer einen Grund gibt warum ein Mensch so reagiert oder handelt.  Es ist sehr tragisch, wie nur ein Moment, dass Leben von allen verändern kann. 

Die Beschreibungen konnten mich auf ganzer Linie überzeugen und kommen sehr authentisch rüber. Manchmal hatte ich Gänsehaut, weil ich mich total in die jeweilige Situation hineinversetzen konnte. Vor allem hat die Erzählerin mit viel Gefühl und Elan die jeweiligen Szenen beschrieben und so hat man den Eindruck mitten drin zu sein. Es gibt Momente wo ich selber als Mutter keine Kraft mehr gehabt hätte und ich habe großen Respekt vor den Familienmitgliedern, auch wenn nicht alles so gelaufen ist, wie man es sich vorstellt. Das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen, da es doch sehr schnell ging und irgendwie abgehakt wirkte.

Swantje Wascher hat einen überaus faszinierenden Erzählstil. Ich glaube wenn ich das Buch gelesen hätte, dann wäre ich nicht so versunken, wie in dem Hörbuch. Sie hat es so erzählt, wie wenn sie die Geschichte selber erlebt hätte. Sie hat eine warme und ausgeglichene Stimme und macht es deshalb lebendig.

Fazit:
Eine sehr tragische und traurige Geschichte, bei der man die Lebendigkeit der Familie spürt. Ein toller Erzählstil lassen einen komplett in die Szenen eintauchen.




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