Rezension:
Frau Lehrer undercover von Leni Mai

Bildquelle Amazon

Taschenbuch: 220 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: TB 9,99 und E-Book 4,99 €
Kaufen? ---> Hier klicken

Klappentext 
Franziska hatte es von Anfang an gewusst. Sie hätte nie Lehrerin werden sollen. Ihre Sprechstunde hat sie aus Zeitgründen in die Pausen verlegt, ihr Interesse gilt mehr der neuen Sommerkollektion von Prada als dem Euroverfall oder Wirtschaftskrisen und für Schüleranliegen hat sie meist ein taubes Ohr.
Nun soll es auf Klassenfahrt nach Barcelona gehen, mit im Gepäck fünfzehn Unruhestifter, die gern mal »Nun chillen Sie mal!« von sich geben und so gar keine Lust auf Schule in der geilsten Stadt der Welt haben. Dabei wollte Franziska in Barcelona eigentlich ihren Traummann suchen. Klar, dass das Chaos nicht lange auf sich warten lässt – und als Franziska auch noch geheime Briefe vom Bundespräsidenten bekommt, befindet sie sich plötzlich in der heikelsten Mission ihres Lebens. Wie gut, dass Kollege Sportlehrer ihr zur Hilfe kommt …

Meine Meinung
Also ich glaube, ich habe noch nie so eine verrückte und chaotische Protagonistin wie Franziska erlebt. Wie sie ihre Prüfungen zur Lehrerin geschafft hat, dass frage ich mich wirklich. Sie ist eine etwas anstrengende Persönlichkeit, mit der man schon manchmal Mitleid haben muss. Dennoch hat sie mich total unterhalten und ihre Aktionen sind einfach zum schreien komisch. Es kommt zwar manchmal so rüber, wie wenn ihr alles egal ist, doch dann merkt man direkt, wie sie sich für alle einsetzt und ihre Aufgabe ernst nimmt. Sie kommt häufig vom richtigen Weg ab und ihre Naivität macht das auch nicht besser, doch im Grunde kriegt sie immer wieder die Kurve.

Die weiteren Protagonisten, wie die Schüler oder Gerhard, sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet worden und haben es alle nicht leicht mit Franziska. Die Schüler sind wie sie sind in diesem Alter, cool und denken das sie sich alles erlauben können. Süß fand ich die Geschichte mit Timmy und Heidi. Auch Gerhard hat mir wahnsinnig gut gefallen, weil er doch noch der einzig normale war und immer alles im Griff hatte. Ihn mochte ich von allen eigentlich am liebsten.

Die Umgebungsbeschreibungen waren top und es wird alles sehr authentisch erzählt. Und wie sagt man in Spanien so schön? In der Ruhe liegt die Kraft. Ich würde mich dort sofort wohlfühlen und an die Hitze würde ich mich auch schnell gewöhnen.

Der Schreibstil ist sehr turbulent und chaotisch. Es geht von einer Szene gleich in die nächste und Franziska tat mir zwischendurch schon leid, weil es ja gar keine Pause für sie gab. Es ist einfach zu lesen, doch manchmal wirkte es etwas gehetzt und zu viel.
Das Ende hat mir persönlich gut gefallen und gerade die Gesichter der Schüler hätte ich gerne gesehen. 
Fazit
Eine sehr chaotische und witzige Geschichte, die den Lachmuskel ins schwitzen bringt. Verrückte Protagonisten und skurrile Aktionen lassen keine Pausen zu. Die kleinen Schwächen kann man verkraften und ich habe schon lange nicht mehr so gelacht.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen