Rezension:
Ein Dorf zum Verlieben von Dorothea Böhme

Bildquelle Blanvalet Verlag
Taschenbuch: 320 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Blanvalet
Preis: TB 9,99 €

Klappentext 

Was Wanda will: Yoga unterrichten und vielleicht noch dem einen oder anderen Dorfbewohner aushelfen. Was Wanda nicht will: an ihre Jugendliebe Richard denken, auf keinen Fall! Außerdem will sie nicht verkuppelt werden, schon gar nicht von ihren bislang verfeindeten Großmüttern, die auf einmal ein Herz und eine Seele zu sein scheinen. Was Wanda nicht weiß: Das ganze Dorf verschwört sich gegen Richard, der nach zehn Jahren plötzlich als Arzt wieder auftaucht. Aber haben sie da die Rechnung vielleicht ohne Rücksicht auf Wandas Gefühle gemacht? Denn ihr Herz gerät immer noch aus dem Takt, wenn sie an ihn denkt …
Meine Meinung
Wanda ist eine sehr lustige Person, die zwar Yoga unterrichtet aber im Privatleben überaus hektisch ist. Sie hilft jedem in dem kleinen Dorf aus und hält sich damit über Wasser. Man merkt deutlich, dass sie das mit Begeisterung macht und sie sehr beliebt ist. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass sie manchmal wie ein verliebter und naiver Teenager rüber kommt und aus Trotz gewisse Dinge nicht anpacken möchte. Wanda ist eine gute Seele und ihr Charakter ist unbeschreiblich. Ich mochte sie wirklich gerne und die Schwächen machen das ganze ja authentisch.

Richard tut mir schon fast leid, was er alles durchmachen muss und dabei will er ja in erster Linie nur seinen Beruf ausüben. Gewisse Aktionen gegen ihn fand ich zum schreien komisch und ich musste laut lachen. Er verzweifelt so gut wie nie, sondern wundert sich einfach nur über das Verhalten mancher Dorfbewohner. Und trotz seiner vergangener Fehler ist er eine gute Seele und will niemanden was böses. Dennoch wirkt er genau wie Wanda wie ein sturer junger Mensch.

Die Dorfbewohner sind urkomisch und ich fand es eine tolle Leistung, wie sie alle zusammen gehalten haben. Gerade die Omas von Wanda haben mir es wahrlich angetan und ich habe die Aktionen genossen. Für mich ist eine Dorfgemeinschaft wo einem das Herz aufgeht und nicht jeder nur für sich selber interessiert.

Der Schreibstil passt wunderbar zu der Geschichte. Da es sehr turbulent zur Sache geht, ist ein lockerer und einfacher Schreibstil ein Muss. Ich habe mich sehr amüsiert und war immer gespannt, was sich alles nächstes ausgedacht wird. Manchmal ist es total skurril und nicht ganz glaubwürdig, aber das muss es auch gar nicht sein. Die Beschreibungen der Umgebung und der Szenen gingen ins Detail, aber wirkten nicht überladen. Gerade wenn die Arztpraxis ins Spiel kam, flogen die Seiten nur so dahin.
Fazit
Ein sehr lustiges Buch bei dem die Protagonisten zwar kleine Schwächen haben, aber trotzdem überzeugen. Die temporeiche Geschichte konnte mich gut unterhalten.


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